Koch des Monats
November 1998

Ton-That-Hü ist der Koch des Monats November 1998.

Sein China-Restaurant Can-Ton in Prien am Chiemsee hat bereits zum Jahresende 1997 mit einer besonderen Auszeichnung für eine gastronomische Sensation in der Region gesorgt. Für vorbildlichen Service und excellente Küche erhielt das Lokal von International Gastronomic Services in Zürich einen Stern. Damit gehört es zu den besten seiner Kategorie in Europa.

Schon vor der internationalen Auszeichnung war das Can-Ton in der Priener Hochriesstrasse ein Geheimtip in der Bevölkerung. Seit seiner Eröffnung im November 1993 wurde das Ecklokal am Rande des Ortskerns immer beliebter. Inzwischen erstreckt sich der Kreis der Stammkunden bis nach Rosenheim, Traunstein und Wasserburg.

Die Speisenkarte des 100-Plaetze-Restaurants umfasst neben der branchenüblichen Palette von China-Gerichten auch vielfaeltige Spezial-Menues, Familienplatten und - als Krönung - die Original-Peking- Ente.

Den taeglichen Gaesteansturm bewaeltigt Besitzer Ton-That-Hue mit nur drei Angestellten nach einem genauen Organisationsplan. Er selbst ist die Seele vom Lokal.  In seiner unnachahmlichen flinken Art bedient er die Gaeste, hat für jeden ein persönliches Wort und schaut gleichzeitig, dass alle Gerichte in der Küche perfekt zubereitet werden. Für alle Spezial-Menues und für die Peking-Ente bindet er sich zwischendurch sogar selbst die Küchenschürze um. Ton-That-Hue ist ein Chinese aus Vietnam. Sein Vater ist Arzt und seine Mutter führt in seiner Heimat einen Hotel- und Gaststaettenbetrieb. Von ihr hat der gelernte Koch viele gastronomische Tricks abgeschaut. Seit fast 20 Jahren ist der 37-jaehrige inzwischen in Deutschland. Zunaechst hat er in Stuttgart die deutsche Sprache gelernt. Ehe er sich in Prien selbstaendig gemacht hat, arbeitete er als Koch in München in verschiedenen Restaurants. An Rückkehr nach Vietnam denken Hue, seine Frau und seine drei Kinder nicht mehr. Für sie ist Prien zur Heimat geworden.

canto2.jpg (21056 Byte)

Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Can-Ton nicht von anderen China-Restaurants. Sogar den kostenlosen Begrüssungs-Aperitif und das heisse Erfrischungstuch nach dem Essen gibt es inzwischen fast überall. Ins Auge fallen aber die essbaren Vögel, Fische, Blumen und Drachen, mit denen alle Gerichte dekoriert sind. Der Chef selber schnitzt sie täglich vor Geschäftssbeginn aus Möhren, Roten Beeten und Radis. Für die schönsten Kunstwerke auf den Spezial-Menues benötigt er bis zu 15 Minuten. Darüber hinaus gibt es keine Extravaganzen. Auch besondere Lieblingsgerichte hat der Chef nicht. Für mich ist jedes Gericht auf der Speisenkarte die Nummer eins, sagt er. Vielleicht hat er damit das Geheimnis seines Sterns verraten...

Bärbel vom Dorp/ Chiemsee-Spiegel

.

bisherige Köche d.M.

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: neu@hogamail.de
Copyright ©  INTERNATIONAL GASTRONOMIC GUIDE 2011
Stand: 02. Februar 2011